Energieeffizienz steigern: Einfache Maßnahmen zur Dämmung Ihres Hauses

Seit Ende 2020 gibt es das Gebäudeenergiegesetz GEG. Werden gewisse Mindeststandards nicht erfüllt, sind Hauseigentümer verpflichtet, ihre Immobilie zu sanieren oder nachzurüsten. Wollen Sie Ihr Haus verkaufen? Dann können Sie einige simple Maßnahmen in Eigenregie durchführen und so den Wert der Immobilie deutlich erhöhen.

 Heizungs- und Wasserrohre dämmen

Dämmen Sie frei zugängliche Heizungs- und Wasserrohre in unbeheizten Bereichen wie dem Keller. Das können Sie einfach und kostengünstig selbst bewerkstelligen. Offenliegende Warmwasserrohre kosten unnötig Energie und Geld. Neben Rohrisolierungen aus Kunststoff benötigen Sie Isolierband und Kunststoffkleber. Schneiden Sie die Rohrschalen zurecht und stülpen Sie sie über die Rohre. Verlegen Sie das Dämmmaterial bündig und verkleben die Teilstücke. Die Isolierung der Heizungsrohre ist nur effektiv, wenn sie lückenlos erfolgt. Für Armaturen und Ventile gibt es deshalb speziell geformte Schalen. Rechtwinklige Eckverbindungen verkleiden Sie, indem Sie zwei Dämmstücke abschrägen und anschließend zusammensetzen.

Fenster dämmen

Vielleicht müssen Sie nicht im kalten Norden hausen, sondern wohnen im klimatisch gemäßigten Ingelheim, in Bingen, Mainz oder Rheinhessen. Doch überall helfen gedämmte Fenster, Energie nicht zu verschwenden. Schlecht isolierte Fenster können Sie mit einer Thermofolie abdichten. Das Fenster gründlich putzen, dann die Thermofolie erst auf den Rahmen, dann auf das Glas kleben. Zwischen Folie und Fensterscheibe entsteht eine isolierende Luftschicht und das Haus verliert deutlich weniger Wärme.

Noch besser verläuft die Immobilienbewertung Ihres Hauses, wenn Sie die Fenster ganz austauschen. Für ein oder zwei begeisterte Heimwerker ist das durchaus machbar. Sie bauen das alte Fenster aus und bereiten den Einbau des neuen vor. Sie bringen Dichtband an, montieren den Fensterrahmen, schäumen das Fenster aus und zum Schluss bauen Sie die Fensterbank ein.

Tür dämmen

Eine neue Tür aus Holz, Aluminium oder Kunststoff einzubauen, ist kein Hexenwerk. Planen Sie – am besten mit tatkräftiger Unterstützung – einen Tag ein. Sie erhalten Türen in verschiedenen Stärken mit unterschiedlicher Wärmedämmung, also unterschiedlichem U-Wert. Türen mit einem Polyurethankern haben hervorragende Dämmeigenschaften.

Sie entfernen den alten Rahmen und bekleben den neuen Türrahmen ringsherum mit einem speziellen Kompressionsband. Dann richten Sie den neuen Rahmen sorgfältig aus und befestigen ihn im Mauerwerk mit den entsprechenden Schrauben oder Dübeln.

Sie hängen das Türblatt ein und dämmen anschließend gründlich alle Fugen. Spalten zwischen Mauerwerk und Rahmen lassen sich am besten mit Bauschaum abdichten. Fugen, die stehendem Wasser ausgesetzt sind, verschließen Sie mit Silikon. Sie haben eine große Auswahl. Gut isolierte und wärmedämmende Türen gibt es in zahllosen Modellen in verschiedenen Farben, Formen und Designs.

 Geschossdecke und Wände dämmen

In Deutschland ist es verpflichtend, die oberste Geschossdecke in ungedämmten Dachräumen zu isolieren. Das lässt sich schnell, einfach und kostengünstig selbst erledigen und spart beträchtlich Energie. Sie verlegen eine Dampfbremse und darauf das Dämmmaterial wie Platten aus Steinwolle. Diese isolieren gut gegen Kälte und Schall. Auf dem Isoliermaterial können Sie Gehbeläge wie Holzspanplatten anbringen. Auch die Innenwände lassen sich relativ einfach selbst isolieren und anschließend streichen und tapezieren.

Bei der Bewertung durch einen Immobilienmakler spielt die Wärmeisolierung des Hauses eine Rolle. Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie, kann fehlende Dämmung eine Kostenfalle bedeuten. Wir von Hochdrei Immobilien beraten Sie gerne zu allen Fragen, wenn Sie ein Haus kaufen oder verkaufen möchten.

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Mehr Expertentipps zum Thema Hausverkauf

Frühlingspflege für Ihre Immobilie: Praktische Tipps für den perfekten Start ins Jahr

Der Frühling 2024 beginnt in Rheinhessen und vielen Regionen Deutschlands zwar etwas unterkühlt. Trotzdem werden steigende Temperaturen und mehr Sonnenstunden mehr Lust am Aufenthalt im Freien wecken – und eine gute Pflege der eigenen Immobilie von innen und außen notwendig machen. In unserem Artikel fassen wir einige der wichtigsten Maßnahmen zusammen, die Ihr Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden und den Werterhalt Ihrer Immobilie fördern.

Schäden erkennen und bewusst beseitigen

Wenn über Monate hinweg kühle Temperaturen und häufige Niederschläge herrschen, sind kleinere und größere Schäden am Haus nicht zu vermeiden. Diese werden oft erst sichtbar, wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne alles ans Licht bringt. Eine gründliche Überprüfung der Immobilie sollte deshalb der erste Schritt der Immobilienpflege sein. Typische Prüfkriterien sind:

– Sind Risse am äußeren Mauerwerk entstanden?

– Sind Dachziegel beschädigt oder fehlen diese?

– Sorgt die Dachrinne für eine verlässliche Abfuhr von Regenwasser?

– Sind die Dichtungen von Fenstern und Türen intakt?

– Gibt es Schäden an Anbauten (z. B. Garage) oder im Garten?

Die Erfahrung zeigt, dass ein frühzeitiges Handeln mit einer rechtzeitigen Beseitigung kleinerer Schäden oft teure Folgekosten zu vermeiden hilft. Ein Nachdichten, erneutes Verputzen oder die Reparatur der Dachrinne für kleineres Geld macht sich deshalb auch für Sie bezahlt.

Schimmelkontrolle in allen Räumen

Wenn über Monate hinweg ein eher kühles und feuchtes Klima herrscht, ist die Schimmelbildung eine häufige Folge. Diese kann selbst über Jahre hinweg unbemerkt bleiben, wenn kein konsequenter Blick in jeden Winkel Ihrer Immobilie geworfen wird.

Ein Befall mit Schimmel wertet nicht nur das Haus ab und mindert die Qualität der Bausubstanz. Auch eine schleichende, gesundheitliche Belastung ist zu befürchten, wenn die Sporen langfristig über die Atemwege aufgenommen werden. Hier heißt es, vor allem im Keller, auf dem Dachboden oder selten beheizten Räumen einen genaueren Blick zu werfen – auch hinter aufgestellte Möbel.

Wie bei den oben angesprochenen Mängeln gilt auch hier: Rechtzeitig den Schimmel zu bekämpfen, bringt deutlich geringere Kosten und eine größere Sicherheit für ein uneingeschränktes Wohngefühl in den eigenen vier Wänden mit sich.

Gartenleitungen gezielt überprüfen

Ihre Wasserleitungen im Außenbereich und Anschlüsse für Gartenschlauch & Co. wurden über Monate hinweg nicht genutzt und dürften zwischendurch eingefroren sein. Frost und Korrosion können unbemerkt für Schäden sorgen, die Wasser bei der Nutzung der Anschlüsse unbemerkt versickern lassen und größere Wasserschäden begünstigen.

Überprüfen Sie deshalb alle Leitungen in Ruhe, genauso wie mögliche Feuchtigkeitsstellen in der Immobilie, wo die zugehörigen Rohre laufen. Achtung: Bei aufgedeckten Schäden kommt im Regelfall Ihre Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung zum Einsatz, die fast immer das Leistungselement „Leitungswasser“ umfasst.

Sanierung mit und ohne Förderung

Falls kleinere Schäden nicht aufgefallen sind oder ein größeres Unwetter für weitreichende Schäden gesorgt hat, ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt für umfassende Sanierungsmaßnahmen. Diese können den Anlass bilden, in die Aufwertung der eigenen Immobilie zu investieren – beispielsweise mit Hinblick auf einen späteren Verkauf.

Themen wie eine zeitgemäße Dämmung oder der Austausch des Heizsystems sollten angegangen werden, wenn durch die notwendige Immobilienpflege ohnehin Arbeiten anfallen. In den ersten Monaten des Jahres sind zudem viele Fördertöpfe staatlicher Programme noch gefüllt. Ein gezieltes Nachfragen bei der KfW, beispielsweise im Zusammenspiel mit einem Energieberater, lohnt.

Mit Hochdrei Immobilien zur gepflegten Immobilie Sie möchten nach einer Aufbereitung Ihrer Immobilie herausfinden, welcher tatsächliche Immobilienwert nach aktueller Marktlage vorliegt? Gerne nehmen unsere Experten von Hochdrei Immobilien eine verlässliche, aussagekräftige Immobilienbewertung vor.

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Mehr Expertentipps zum Thema Hausverkauf

Solarthermie nachrüsten – was ist machbar und sinnvoll?

Für die Integration regenerativer Energien in Ihr Heizkonzept stellt Solarthermie einen leistungsfähigen und modernen Ansatz nach. Viele Eigentümer denken darüber nach, das vorhandene Heizsystem, um eine Solarthermie-Anlage zu ergänzen. Doch wann ist dies technisch überhaupt möglich und wirtschaftlich sinnvoll? Mit diesem Artikel geben wir Ihnen einen grundlegenden Überblick.

Nachrüsten der Anlage grundsätzlich empfehlenswert

Um einen Beitrag für die Energiewende in Deutschland zu leisten und die eigenen Heizkosten in den Griff zu bekommen, ist das Nachrüsten von Solarthermie grundsätzlich ein sinnvoller Ansatz. Allein durch Solarthermie werden Sie Haus oder Wohnung nicht beheizen können, zumal Ihre Photovoltaikanlage primär der Stromnutzung bzw. -einspeisung dienen dürfte.

Sinnvoll ist die Nutzung von Solarthermie als gezielte Ergänzung, speziell für die Aufbereitung von Warmwasser. Der Einsatz von Photovoltaik ist umweltfreundlicher und während des Anlagenbetriebs meist auch günstiger als bei Öl, Gas oder Holz. Bei einem geringen Heizbedarf, z. B. im Sommer oder in der Übergangszeit, können sogar konventionelle Heizanlagen ausgeschaltet bleiben, wenn Sie Solarthermie nutzen. Eine Förderung der Nachhaltigkeit entsteht durch die geringeren Emissionswerte.

Wann sollte ich Solarthermie nachrüsten?

Wenn Sie über eine Nachrüstung nachdenken, ist ein kluger Zeitpunkt zu wählen. Wir empfehlen die Sommermonate bis hinein in den frühen Herbst als optimale Zeitspanne, in der Sie Ihre Heizanlage um Solarthermie ergänzen sollten. Hier sind Sie nicht auf ein sofortiges Funktionieren der Heiztechnik angewiesen, Anschluss und Einstellung der Anlage können in Ruhe erfolgen.

Beachten Sie, dass die Nachfrage bei der Installation nachhaltiger Energielösungen groß ist und es schwierig ist, Termine bei Fachbetrieben der Branche zu bekommen. Wir empfehlen deshalb, über die kalten Monate des Jahres hinweg eine Planung vorzunehmen und bereits hier mit einem Handwerksbetrieb einen Zeitraum für die Inbetriebnahme zu vereinbaren. Gehen Sie hier nicht zu blauäugig ans Projekt heran, wodurch sich Ihre Nachrüstung unnötig nach hinten verschiebt.

In welchen Dimensionen ist die Nachrüstung zu planen?

Grundsätzlich ist zwischen zwei Arten von Anlagen zu unterscheiden. Entscheiden Sie sich im Vorfeld, ob Ihnen eine Solarthermieanlage für die Aufbereitung von Warmwasser ausreicht oder eine zusätzliche Funktion zur Unterstützung Ihrer Heizanlage gewünscht ist. In der ersten Variante reicht eine kompaktere Anlage mit weniger Kollektoren aus, die sich natürlich auch günstiger finanzieren lässt.

Bei einer professionellen angeschlossenen Anlage mit einem optimalen Wirkungsgrad können Sie bis zu 60 Prozent der Kosten der Aufbereitung von Warmwasser durch den Einsatz von Solarthermie absenken. Eine Anlage, die Sie zusätzlich beim Heizen unterstützt, dürfte Ihre Heizkosten um maximal 15 bis 20 Prozent reduzieren.

Unabhängig von Ihren Vorlieben kann die vorhandene Fläche für Kollektoren vorgeben, in welchen Dimensionen Sie planen sollten. Meist reicht pro Haushalt ein Quadratmeter pro Person aus, um eine verlässliche Warmwasseraufbereitung durchzuführen. Anlagen zur Unterstützung Ihres Heizsystems sind deutlich größer zu dimensionieren.

Kosten und Förderung der Nachrüstung

Pauschal lassen sich die Kosten der Nachrüstung nur schwierig abschätzen. Faktoren wie die Anzahl der Kollektoren, das vorhandene Heizsystem und die Handwerkerkosten von Region und Bundesland fließen ein. Als grober Richtwert:

Für eine kompakte Solarthermie-Technik, mit der Sie allein Warmwasser erzeugen möchten, sollten Sie zwischen 3.000 und 5.000 Euro bei der Nachrüstung einplanen. Bei einer Anlage mit zusätzlicher Unterstützung Ihrer Heizung gehen Sie vom Doppelten dieses Betrags aus.

Eine Förderung der Nachrüstung ist möglich, Programme gibt es bei der KfW sowie immer wieder bei Ländern und Gemeinden. Die Förderung hat im Regelfall die Gestalt einer anteiligen Kostenübernahme bzw. eines vergünstigten Kredits. Nach unserer Erfahrung lassen sich bis zu 25 Prozent der Gesamtkosten hierdurch einsparen.

Mehr über Solarthermie und Nachhaltigkeit erfahren

Für weitere Einblicke ins nachhaltige Bauen und die Nachrüstung Ihrer Immobilie kommen Sie einfach mit uns ins Gespräch. Wir von Hochdrei Immobilien kennen als regionaler Makler viele Experten und Fachbetriebe, die Ihnen kompetent bei allen Vorhaben weiterhelfen.

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Energetische Sanierungen in Wohnungseigentumsgemeinschaften: Strategien zur Umsetzung

Immer mehr Eigentümern liegt die energetische Sanierung ihrer Immobilien am Herzen, um nachhaltig zu handeln, Nebenkosten zu senken und den Werterhalt des Eigentums zu fördern. Doch was, wenn das Wohneigentum Teil einer WEG ist und nicht alle Miteigentümer den gleichen Kurs einschlagen möchten? Unser Artikel gibt Ihnen einen kompakten Überblick über das Thema und zeigt Wege auf, wie Sie als Eigentümergemeinschaft gute Kompromisse finden.

Typische Hürden der Sanierung für WEG

Ein grober Blick auf Sanierungsprojekte der letzten Jahre macht deutlich: Während alleinige Eigentümer Sanierungsmaßnahmen schnell einleiten, tun sich Wohneigentümergemeinschaft (WEG) mit dieser Entscheidung oft schwer. Dies liegt nicht alleine am formalen Aufwand, wenn mehrere Parteien gemeinschaftlich eine Entscheidung treffen müssen. Auch sehr menschliche Faktoren wie die Bequemlichkeit oder eine unerwünschte, zusätzliche Kostenbelastung führt selten zu einem einheitlichen Meinungsbild.

Kleinere Sanierungsmaßnahmen, beispielsweise die Modernisierung des Bades in einer Eigentumswohnung, stehen einzelnen Eigentümern natürlich frei. Sobald die Maßnahme jedoch das gesamte Haus in Bausubstanz, Ausstattung oder Technik betrifft, ist eine gemeinschaftliche Entscheidung notwendig – inklusive Kostenbeteiligung. Zudem hat jede Partei ihre eigenen Vorstellungen von „Nachhaltigkeit“ – was für den einen ein Mindestmaß darstellt, geht für den anderen (vor allem finanziell) zu weit.

Engagierte Eigentümer, die Ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit und der Senkung der Nebenkosten leisten möchten, benötigen deshalb Fingerspitzengefühl und eine durchdachte Vorgehensweise. Diese haben wir in mehreren Schritten für Sie zusammengefasst.

Einleitende Informationen und Bestandsaufnahme

Im ersten Schritt sollten Interessenten Beratungsangebote nutzen, die noch keinen Beschluss der Eigentümerversammlung voraussetzen. Um kein „böses Blut“ zu schüren, können die anderen Eigentümer hierüber informell in Kenntnis gesetzt werden. Oft zeigt die Erfahrung, dass ein grundsätzliches Interesse zur Sanierung und Modernisierung gegeben ist, solange der Kostenaspekt ausgeklammert wird.

Die richtigen Ansprechpartner für solche niederschwelligen Beratungsangebote sind:

– Eigentümerverbände

– Verbraucherzentralen

– Energieagenturen

– spezielle Einrichtungen der Kommunen

Mit dieser Art der Beratung lassen sich zwei grundlegende Dinge abklären. Zum einen gelingt die Bestandsaufnahme, in welchem Zustand sich die eigene Immobilie befindet. Zum einen werden grundlegende Möglichkeiten erschlossen, wie eine energetische Sanierung überhaupt aussehen könnte.

Den geeigneten Energieberater finden

Im nächsten Schritt kann ein qualifizierter Energieberater beauftragt werden. Hier dieser Entscheidung muss die WEG stehen, da Kosten anfallen. Jedoch nicht so hohe Kosten, wie oftmals gefürchtet – die BAFA fördert die Energieberatung bis zu einem Umgang von 80 % bei einer Obergrenze von 1.700 Euro.

Entscheidend ist, dass sich der Energieberater mit den steuerlichen, rechtlichen und technischen Besonderheiten einer WEG auskennt. Diese Expertise bringt nur ein Bruchteil aller Berater der Branche mit sich. Liegt diese vor, kann der Berater direkt auf typische Stolpersteine in der gemeinschaftlichen Entscheidung hinweisen und diese umgehen.

Miteigentümer für das Projekt gewinnen

Das heikelste Thema ist selbstverständlich die Kostenbelastung. Grundsätzlich ist eine doppelt qualifizierte Mehrheit für die Einleitung energetischer Sanierungsmaßnahmen notwendig. Das heißt: Zwei Drittel der Eigentümer müssen zustimmen, die zusammen wenigstens 50 % des Wohneigentums auf sich vereinen.

Eine Ausnahme der Regelung stellt die Amortisierung der geleisteten Kosten innerhalb von zehn Jahren dar. Trotzdem hinterlässt es einen faden Beigeschmack, sich gegen andere Eigentümer durchzusetzen und diese zu einer Kostenbeteiligung zu „zwingen“. Hier sollte im Rahmen der Beratung und Auswertung des Ist-Zustandes mit klaren Argumenten gearbeitet werden.

Wie trägt die Maßnahmen konkret zum Werterhalt oder der Aufwertung der Immobilie bei? Welche Kostensenkungen, beispielsweise durch einen sinkenden Energieverbrauch, sind konkret zu erwarten? Zusammen mit dem Einholen mehrerer Angebote unterschiedlicher Dienstleister und ihr Vergleich lässt sich manche kritische Partei vielleicht durch professionell ermittelte Zahlen und Fakten überzeugen.

Hochdrei Immobilien – Ihr kompetenter Ansprechpartner

Sie möchten mehr zur energetischen Sanierung wissen oder suchen nach einem Energieberater, der Ihrer WEG fachkundig weiterhilft? Wir von Hochdrei Immobilien verfügen über ein großes Netzwerk fachkundiger Dienstleister und begleiten gerne Ihre ersten umweltbewussten Schritte.

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Mehr Expertentipps zum Thema Hausverkauf

Streit ums Erbe – wenn Immobilien zum Problemfall werden

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist für die gesamte Familie ein belastendes Ereignis. In diese sehr emotionale Phase fällt die Aufteilung des Erbes, wobei Immobilien zum häufigen Streitpunkt werden. Wir möchten Ihnen aufzeigen, in welchen Situationen ein Erbstreit droht und wie Sie hierauf bereits im Vorfeld richtig reagieren können.

Immobilien und das Problem mit der Erbschaft

Die Praxis zeigt: Selbst harmonische Familien können sich spinnefeind werden, wenn ein kostspieliges Erbe auf dem Spiel steht. Und dies ist bei einer Immobilie oft der Fall. Speziell bei einer Erbengemeinschaft, beispielsweise mehreren Geschwistern, sind Diskussionen vorprogrammiert.

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung ist ein Wertobjekt, materiell und ideell. Für Kinder und Enkel mit wenig Eigenkapital stellt die Erbschaft oft die einzige Möglichkeit dar, im Laufe des Lebens zum Eigentümer zu werden. Andere Familienmitglieder spüren einen großen emotionalen Wert und möchten ins frühere Elternhaus einziehen. Nur selten lassen sich alle Interessen harmonisch miteinander verbinden.

Probleme durch die Wohnsituation

Oft zieht ein Geschwisterteil in der späten Lebensphase eines Elternteils erneut zu Hause ein und übernimmt die Pflege. Nach dem Tod ist ein mietfreies Wohnen nicht mehr möglich. Umgekehrt wird der zuvor pflegende Geschwisterteil kaum eine Notwendigkeit sehen, direkt aus dem Haus der Eltern auszuziehen. Dies weckt viel Neid bei anderen Erben, während umgekehrt argumentiert wird, dass dies eine Gegenleistung für die geleistete Pflege darstellt.

Selbst wenn keine Eigennutzung gewünscht ist, wird der weitere Umgang mit der Immobilie zum Streitfall. Oft möchten einzelne Erben Haus oder Wohnung verkaufen und so von frischem Kapital profitieren. Andere möchten nicht das Haus verkaufen, sondern vermieten und so eine regelmäßige Einnahme generieren. Hier entstehen schnell Vorwürfe, dass einzelne Geschwister nur das Geld sehen, während andere unnötig sentimental sind und sich nicht mit dem Tod der Eltern anfreunden können.

Die Erbimmobilie und ihre Kosten

Mit einer Erbschaft ist im Regelfall ein Zugewinn verbunden, doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wer sich gegen andere Erben durchsetzt und selbst in die Immobilie einzieht, wird zum auslaufenden Jahr für die Erbschaftssteuer dieses hochwertigen Objekts aufkommen müssen. Diese zu leisten, kann finanziell überfordern, da kein Kapital durch einen Haus- oder Wohnungsverkauf generiert wurde.

Wird über eine Vermietung nachgedacht, muss das Haus meist umfassend saniert oder modernisiert werden. Die Ansprüche moderner Mieter steigen, genauso wie die energetischen Vorschriften an die Immobilie. Hierdurch entstehen teure Ausgaben, die Mitglieder der Erbengemeinschaft gerne an die anderen Erben abgeben würden – ein weiteres Problemfeld.

Mit Profi-Hilfe Erbkonflikte lösen

Bei allen Problemen gibt es verschiedene Lösungen. Im Idealfall wurde schon zu Lebzeiten per notariellem Testament festgehalten, wer das Haus erbt. Hierüber sollten Partner, Kinder und Enkel frühzeitig informiert werden.

Für alle weiteren Fragen stehen wir Ihnen als erfahrenes Maklerbüro für Mainz, Bingen, Ingelheim und die umliegenden Gemeinden zur Seite. Ob geplanter Hausverkauf, Vermarktung oder Wertermittlung – wir helfen Ihnen vertrauensvoll weiter!

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Mehr Expertentipps zum Thema Hausverkauf

Immobilienfinanzierung – Checkliste für eine sichere Investition

Mit insgesamt zehn Zinserhöhungen seit Juli 2022 durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich die Finanzlandschaft grundlegend verändert. Was Sparer freut, erschwert den Kreditabschluss und fordert von potenziellen Kreditnehmern den Nachweis umfassenderer Sicherheiten ein. Auch wenn sich die Zinslage mittlerweile stabilisiert hat, sind viele Interessenten am Immobilienkauf bei der aktuellen Marktentwicklung verunsichert. Unser Artikel zeigt auf, welche Aspekte für eine sichere Immobilienfinanzierung zu beachten ist.

Realistische Planung für Gegenwart und Zukunft

Nach einem Jahrzehnt mit historisch niedrigen Kreditzinsen ist der Abschluss einer Immobilienfinanzierung erkennbar schwieriger geworden. Viele Bundesbürger möchten sich weiterhin den Traum vom Eigenheim erfüllen, müssen bei der Finanzierung jedoch präziser und realistisch planen. Die Tilgung eines Immobilienkredits begleitet Schuldner meist über mehrere Jahrzehnte hinweg, über die gesamte Phase muss eine sichere Rückzahlung der Kreditraten gewährleistet sein.

Bei allen Planungen sollte deshalb nicht nur der Status Quo beachtet, sondern ein kritischer Blick in die Zukunft geworfen werden. Die entscheidende Frage: Welche Kreditraten lassen sich auch noch in einigen Jahren sicher tilgen, selbst bei steigenden Lebenshaltungskosten? Die Erarbeitung realistischer Monatsraten kann dazu führen, dass die Verwirklichung des Immobilientraum etwas kleiner ausfällt als noch vor wenigen Jahren.

Eigenkapital als Basis unverzichtbar

In der aktuellen Phase eines unattraktiveren Kreditabschluss rückt das Einbringen von Eigenkapital stärker in den Vordergrund. Auch wenn verschiedene Banken und Kreditinstitute eine Vollfinanzierung anbieten, lässt sich alleine durch einen erkennbaren Eigenkapitalanteil der Finanzierungsbedarf senken – mit positiven Auswirkungen auf den Kreditzins.

Eigenkapital bedeutet nicht alleine freies und geldwertes Vermögen, das auf dem Girokonto des potenziellen Kreditnehmers bereitsteht. Auch diese Formen von Eigenkapital sollten beim Kreditantrag aufgeführt werden:

– Aktien und weitere Wertpapiere

– Lebensversicherungen und vergleichbare Produkte

– sachliche Vermögenswerte

– Eigenanteil eines Bausparguthabens

Als Richtwert sollten 20 bis 30 Prozent des Immobilienwertes als Eigenkapital eingebracht werden. Je höher der Anteil, umso einfacher lässt sich das aktuell hohe Zinsniveau abmildern.

Banken mit der richtigen Vorbereitung überzeugen

Wie hoch der Eigenkapitalanteil auch ausfällt, Banken und Kreditinstitute führen in der aktuellen Situation eine penible Prüfung jedes Antrags und der eingebrachten Sicherheiten durch. Um von Anfang an zu überzeugen und einen zeitnahen Kreditabschluss zu erzielen, ist eine umfassende Vorbereitung wichtig. Unsere Checkliste benennt alle wichtigen Unterlagen, die bei der Antragsstellung nicht fehlen sollten:

– Lohn-/Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate

– Einkommensbescheid des Vorjahrs

– Einkommensteuerbescheide der letzten Jahre

– Nachweis von Eigenmitteln (z. B. durch Kontoauszüge)

– bei Selbstständigen: EÜR und Einkommensbescheide der letzten Jahre

– Schufa-Auskunft

– Ausweisdokument, z. B. Personalausweis

Soll die Kreditwürdigkeit im Rahmen einer Bürgschaft verbessert werden, ist die Einwilligung des potenziellen Bürgen beizulegen. Dieser sollte sich ebenfalls an der genannten Checkliste orientieren, um Einnahmen und Sicherheiten umfassend darzulegen. Vor der Antragstellung ergibt außerdem die Prüfung möglicher Förderoptionen sein, beispielsweise im energieeffizienten Bauen und Sanieren. Im positiven Fall sind die zugehörigen Unterlagen dem potenziellen Kreditgeber ebenfalls vorzulegen.

Aktuelle Entwicklungen durch Expertenrat abschätzen

Selbst wenn alle Dokumente der Checkliste ordnungsgemäß vorgelegt und Eigenkapital nachgewiesen wurden, muss eine Ablehnung des Kreditgesuchs nicht das Ende aller Immobilienträume bedeuten. Für einen kleineren Kreditbetrag können die vorgelegten Sicherheiten ausreichen, was gleichbedeutend mit dem Kauf oder Bau einer etwas kleineren Immobilie ist.

Gerade nach den finanziellen Entwicklungen der letzten beiden Jahre verlangt niemand von angehenden Bauherren oder Immobilienkäufern, alle Feinheiten der Kreditvergabe einschätzen zu können. Die Beratung durch Experten, von unabhängigen Finanzberatern bis zum zertifizierten Immobilienmakler, hilft bei der fundierten Einschätzung der individuellen Situation.

Rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne an unter 06132 – 714 93 83.

Mehr Expertentipps zum Thema Hauskauf