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Unangenehme Gerüche im Haus - Was tun, wenn es beim Nachbar übel riecht? 

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Unzumutbare Gerüche durch Nachbarn erfolgreich abwehren

Es gibt vielfach Anlass für Nachbarschaftsstreitigkeiten, doch als besonders unangenehm wird es empfunden, wenn aus der Nachbarwohnung üble und unangenehme Gerüche in die eigenen vier Wände hineinkriechen. Wenn das Treppenhaus nach kaltem Zigarettenqualm, exotischen Gewürzen oder Hundeschnauze müffelt, kann das friedliche Zusammenleben unter Nachbarn schnell auf eine harte Probe gestellt werden. 

Manche Duftnoten müssen gar geduldet, andere dagegen nicht ertragen werden, da sie für den Gesetzgeber als unzumutbar gelten. 


Bei Geruchsbelästigungen durch Nachbarn frühzeitig rechtlichen Rat einholen

Wer sich also dauerhaft durch bestimmte, unangenehme Gerüche des Nachbarn ausgesetzt sieht, sollte frühzeitig eine Rechtsberatung einholen, der Fachanwalt für Mietrecht aber auch die Mietervereine oder die Hausverwaltung sind zu diesem Zweck der richtige Ansprechpartner. Grundsätzlich gilt, dass ein Mieter innerhalb seiner Wohnung das Hausrecht genießt. Dies schließt unter anderem ein, dass er in den eigenen vier Wänden tun und lassen kann, was er will und das gilt auch für das Produzieren unangenehmer Gerüche, solange diese innerhalb der eigenen Wohnung bleiben.

Unangenehme Gerüche können einen Mietmangel darstellen

Rechtlich sieht die Sache aber schon ganz anders aus, wenn der Mief in den Flurbereich oder in die Wohnungen anderer Hausbewohner eindringt. Das gilt vor allem dann, wenn Geruchsbelästigungen häufig oder sehr stark sind und über einen längeren Zeitraum anhalten. Bei penetranten Gerüchen kann sogar ein Mietmangel vorliegen, weil dann das eigene Zuhause wegen den Geruchsbelästigungen des Nachbarn nicht oder nur noch eingeschränkt genutzt werden kann. Urteilsbegründungen verschiedener Gerichte lassen den Schluss zu, dass Gerüche durch Waschen, Kochen oder andere sogenannter haushaltsübliche Tätigkeiten in der Regel hingenommen werden müssen.

Wird die Geruchsbelästigung nicht abgestellt, kann das Mietverhältnis gekündigt werden

Aber es gibt auch Ausnahmen, wenn durch Kochen eine erhebliche Belästigung entsteht, welche das normale sozialverträgliche Maß überschreitet. So gilt beispielsweise eine Grenze als überschritten, wenn Ausdünstungen ständig ins Treppenhaus entlüftet oder Großküchen innerhalb einer Wohnung betrieben werden. Grundsätzlich ist das Rauchen in Treppenhäusern und Fluren untersagt, Mieter, die ihren Zigarettenqualm regelmäßig ins Treppenhaus abziehen lassen, kann sogar außerordentlich die Kündigung des Mietverhältnisses drohen. 

Geruchsrecht in den eigenen vier Wänden

Innerhalb seiner eigenen Wohnung darf jeder Mieter tun und lassen, was er will - wenn ein entstehender Geruch in der Wohnung bleibt. Sobald er nach außen dringen könnte, hat der Verursacher Rücksicht walten zu lassen. Zigarettenqualm etwa dringt schnell über Kabel- und Lüftungsschächte oder offene Fenster und Ritzen unter den Türen in andere Wohnungen. Wenn eine Geruchsbelästigung für andere Mitbewohner so stark wird, dass sie ihr Zuhause nur noch höchstens eingeschränkt nutzen können, liegt ein mietmindernder Mangel vor. Entscheidend ist dabei die Art, Häufigkeit, Dauer und Intensität der Geruchsbelästigung. Übliche Gerüche durch Kochen oder Wäschewaschen gelten als tolerabel. Doch selbst Kochgerüche können im Ausnahmefall die Nachbarn erheblich belästigen, wie das Landgericht Essen urteilte. Die Grenze wurde durch eine Großküche überschritten, von der sogar Ausdünstungen permanent ins Treppenhaus entlüftet wurden.

Rauchen im Mietshaus

Rauchen in Fluren und Treppenhäusern ist untersagt. Mietern, die aus der eigenen Wohnung den Qualm ins Treppenhaus ziehen lassen, kann deswegen gekündigt werden. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor. Im vorliegenden Einzelfall hatte die durch Zigarettenrauch verursachte Geruchsbelästigung der Mieter ein unerträgliches und sogar gesundheitsgefährdendes Ausmaß erreicht, der Vermieter erhielt daher mit der Räumungsklage gegen den 75-jährigen Raucher recht (Aktenzeichen: VIII ZR 186/14). Auch auf dem Balkon dürfen Mieter nicht mehr uneingeschränkt rauchen. Wenn sich jemand beschwert, prüfen Richter vor Ort, wie stark die Belästigung ausfällt. Das Rauchen auf dem Balkon kann auf festgelegte Zeiten begrenzt werden (BGH-Urteil, V ZR 110/14).

Müll und mangelnde Körperhygiene stören den Hausfrieden

Wer Müll sammeln, bis dieser nach außen stinkt, belästigt seine Nachbarn ebenso wie ein Mensch, dessen mangelhafte Körperhygiene schließlich in eine Geruchsbelastung ausartet. Diese nachhaltige Störung des Hausfriedens ist ein Kündigungsgrund für den Vermieter, der seinen Mieter aber zuvor abmahnen muss. Das befanden die Amtsgerichte Saarbrücken und Wetzlar und Saarbrücken (Aktenzeichen 37 C 267/93 für Saarbrücken, 38 C 1389/12[38] für Wetzlar).

Geruchsbelästigung durch Haustiere?

Dass Haustiere etwas riechen, müssen Mieter hinnehmen. Der Fellgeruch eines nassen Hundes gilt als übliche Nebenerscheinung des vierbeinigen Freundes, allerdings nicht sein Urin oder gar Kot im Hausflur. Vorsichtig sollten Menschen sein, die unübliche Tiere mit starken Ausdünstungen halten. So galt der Gestank eines nicht kastrierten Frettchens einigen Nachbarn als unzumutbar, das Amtsgericht Köln gab ihnen recht (Aktenzeichen: 201 C 457/87). Auch gegen zu viele Hunde oder Katzen in einer Wohnung können sich Nachbarn wehren: Als eine Frau 27 Katzen hielt, deren Geruch sich im Haus ausbreitete, klagte ein Nachbar mit Erfolg. Die Frau durfte nach einem Urteil des OLG München nur zwei Katzen behalten (Aktenzeichen: 5 U 7178/89).

Wer ist verantwortlich?

Grundsätzlich trägt der Vermieter die Verantwortung für ordnungsgemäße Zustände in seinem Haus. An ihn müssen sich Mieter mit ihren Beschwerden zunächst wenden. Für die Meldung der Geruchsbelästigung sollten

  • deren Dauer, 
  • Intensität und 
  • Häufigkeit


exakt benannt werden. Zeugenaussagen sind sehr hilfreich, oft springen andere Nachbarn bei. Innerhalb einer gesetzten Frist muss der Eigentümer die Ursache der Geruchsbelästigung beseitigen. Wenn er das unterlässt, kann der Mieter auf Kosten seines Vermieters einen Geruchsgutachter mit der Feststellung der Belästigung beauftragen. Dass der Vermieter hierfür die Kosten zu tragen hat, entschied das Berliner Landgericht (Aktenzeichen 65 S 296/10). Auch die Miete darf der Bewohner reduzieren. Die Höhe der Mietminderung hängt vom speziellen Fall ab. Der Mieterbund berät und nennt auch Fachanwälte für die Unterstützung im Klagefall.

Tipps für Mieter: Bessere Chancen auf eine Mietwoh...

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